Samstag, 20. August 2016

Strom für Milliarden umsonst produziert


Nördlich der Insel Borkum entstehen im Meer neue Offshore-Windparks, die Deutschland mit umweltfreundlicher Energie versorgen könn(t)en. Die Windräder sollen sich spätestens ab 2019 drehen und eine Kapazität von 900 Megawatt bereitstellen. Auch die Umspann-Plattform im Meer soll bis dahin fertig sein und ein See-Kabel, das den Strom in Emden-Ost an Land bringt, ebenfalls. Aber - und das klingt wie ein Schildbürgerstreich - von dort geht es leider nicht weiter.

Die nötige Stromleitung für den Weitertransport wird wohl erst 2021 fertig werden, räumen die Netz- und Windparkbetreiber ein. Denn Energieversorgung ist Ländersache, und die einigen sich nicht immer rechtzeitig aufgrund unterschiedlicher politischer Interessen (und auch weil Bürgerbewegungen den Bau von Stromtrassen behindern). Und so müssen alle Bürger zahlen, ohne dass einer was davon hat.
Ergebnis:
Da die neuen Offshore-Windparks sehr effizient sind und die Betreiber eine Zusage über die Stromproduktion haben, werden pro Jahr bis zu 900 Millionen Euro für Strom fällig, der gar nicht in das Stromnetz eingespeist werden kann. Der Strom wird dann im wahrsten Sinn des Wortes umsonst produziert, aber nicht kostenlos. Er könnte dem Steuerzahler ca, 2,5 Mrd. Euro kosten.

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